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Welt-AIDS-Tag – Ein ausführlicher Guide über HIV, Aids, Schutz, Geschichte und den Kampf gegen Diskriminierung

  • Autorenbild: Michel
    Michel
  • 19. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Welt-Aids-Tag Blog Artikel von Mr. Love Schweiz

Ein Beitrag von Mr. Love – Für Wissen, Respekt und Solidarität


Einleitung: Warum dieser Tag so wichtig ist

Der Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember ist ein Tag, an dem wir uns erinnern, informieren und bewusst solidarisch sein sollten.Er erinnert uns an:

  • Millionen Menschen, die an Aids gestorben sind

  • das Leid und die Diskriminierung, die Betroffene ertragen mussten

  • die enormen medizinischen Fortschritte

  • die Notwendigkeit, weiterhin aufzuklären

Dieser Artikel möchte einen umfassenden, ehrlichen und tiefen Blick bieten – ohne Schönmalerei, aber mit Hoffnung.


1. Wie HIV und Aids entstanden – ein Blick in die Geschichte

HIV wurde Anfang der 1980er-Jahre erstmals beschrieben. Damals wusste niemand, womit man es zu tun hatte. Erst nach und nach wurde klar:

  • wie HIV übertragen wird

  • dass alle Menschen betroffen sein können

  • dass Aufklärung und medizinische Behandlung entscheidend sind

Die frühen Jahre waren geprägt von Angst, Panik, Missverständnissen und unzähligen tragischen Verlusten.


2. Die 80er und 90er: Eine Generation, die wir nie vergessen dürfen

Besonders für die queere Community waren diese Jahre verheerend. Aber HIV und Aids trafen auch:

  • heterosexuelle Frauen und Männer

  • Kinder (infiziert bei der Geburt oder über Bluttransfusionen)

  • Länder ohne medizinische Versorgung

Viele Menschen starben einsam, ausgeschlossen und schlecht behandelt – oft, weil man sie aus Angst gemieden oder gar verstossen hat.


➡️ Diese Verluste, dieses Leiden und diese Stigmatisierung sind Teil der Weltgeschichte. Am Welt-AIDS-Tag müssen wir sie sichtbar machen.


3. Die Entwicklung der Medikamente – ein medizinischer Durchbruch

Erst 1996 brachte die Kombinationstherapie (ART) den Wendepunkt.


Heute ermöglichen moderne Medikamente:

  • eine normale Lebenserwartung

  • eine Viruslast, die unter der Nachweisgrenze liegt

  • ein Leben ohne Risiko, andere anzustecken (U = U)

  • nur eine Tablette pro Tag

Das ist eine der grössten Errungenschaften der Medizin.


4. PrEP – ein Meilenstein der HIV-Prävention

PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe) schützt HIV-negative Menschen mit über 99% Sicherheit vor einer HIV-Infektion.


PrEP ist besonders sinnvoll für:

  • Menschen in offenen oder wechselnden Partnerschaften

  • Personen mit höherem Risiko

  • Queere und heterosexuelle Menschen gleichermassen


Wichtig:

➡️ PrEP schützt nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten.

Darum bleibt Aufklärung zentral.


5. Schutz beim Sex: Kondome, Lecktücher & mehr

Neben HIV gibt es zahlreiche weitere sexuell übertragbare Infektionen:

  • Syphilis

  • Tripper

  • Chlamydien

  • Hepatitis

  • HPV

  • Herpes

Viele davon werden sehr leicht über Oralverkehr übertragen.


Lecktücher – ein unterschätzter, aber extrem sinnvoller Schutz

Lecktücher schützen zuverlässig beim:

  • Rimming (Anilingus)

  • Vulva-Lecken

  • Lecken an sensiblen Schleimhäuten

Sie verhindern den direkten Kontakt von:

  • Viren

  • Bakterien

  • Fäkalkeimen

  • Pilzen

Da Lecktücher in der Schweiz nur wenige Shops anbieten, ist es ein echter Vorteil, dass ihr sie stationär führt – und wir heben das deshalb bewusst hervor.


➡️ Lecktücher schützen besonders gut vor STI beim Oralverkehr – ein oft unterschätzter Infektionsweg.


6. Diskriminierung – das unsichtbare Leid vieler HIV-positiver Menschen

Trotz aller Fortschritte erleben viele Betroffene:

  • Abwertung

  • Vorurteile

  • Probleme im Dating

  • Konflikte im Berufsleben

  • Ausgrenzung in der eigenen Familie

  • Ignoranz und Falschinformationen

Auch in der Schweiz, Deutschland und Frankreich sind Stigmatisierung ein ernstes Problem.


Am Welt-AIDS-Tag besonders wichtig:

➡️ HIV-positive Menschen mit wirksamer Therapie sind NICHT ansteckend.

➡️ Diskriminierung verletzt – medizinisch wie menschlich völlig unbegründet.


7. Die globale Lage – warum Aids noch nicht Vergangenheit ist

Während Europa Zugang zu Medikamenten hat, sterben weltweit jedes Jahr noch immer:

➡️ über 600.000 Menschen an Aids

➡️ darunter viele Kinder


Gründe:

  • fehlende Medikamente

  • mangelnde Aufklärung

  • Armut

  • staatliche Tabus

  • Diskriminierung queerer Menschen

Der Welt-AIDS-Tag erinnert uns daran, dass HIV ein globales Thema bleibt – und dass Privilegien Verpflichtung bedeuten.


8. Forschung & Zukunft – ein vorsichtig optimistischer Blick

Die Wissenschaft arbeitet an:

  • Impfstoffprojekten

  • Therapien mit monoklonalen Antikörpern

  • Genschnitt-Technologie (CRISPR-Verfahren)

  • Langzeit-PrEP (z. B. Spritzen alle 2–6 Monate)

  • Strategien zur funktionellen Heilung

Eine Heilung gibt es noch nicht – aber die Fortschritte der letzten Jahre machen Hoffnung.


9. Gedenken – eine zentrale Botschaft des Welt-AIDS-Tags

Wir gedenken heute:

  • all jenen, die an Aids gestorben sind

  • jenen, die allein waren

  • jenen, die von Familie, Medizin oder Staat im Stich gelassen wurden

  • jenen, die diskriminiert wurden

  • jenen, die nie eine Chance auf moderne Behandlung hatten

Dieser Tag ist auch ein Tag der Erinnerung und des Respekts.


10. Unterstützung & Beratung

➡️ Aids-Hilfe Schweiz, Beratung, Prävention, Tests und Unterstützung.


11. Unser Beitrag bei Mr. Love

Am Welt-AIDS-Tag schenken wir euch:


20% Rabatt auf Kondome & Lecktücher

⭐ Schwerpunkt auf Beratung & Information

⭐ Diesen Blogartikel als Zeichen für Respekt, Wissen & Solidarität


Bleibt informiert. Bleibt geschützt. Bleibt solidarisch.

❤️ Für eine Zukunft ohne Stigma.

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